Auf dem Dach Ende in Sicht

Auch die Regenrinnen sind schon angebracht.

Auch die Regenrinnen sind schon angebracht.

Nun haben wir seit längerer Zeit an dieser Stelle nicht mehr vom Bau berichtet. Das lag zum Einen daran, dass oftmals wichtige Arbeiten, die nach Außen hin nicht so überdimensional sichtbar waren, erledigt werden mussten, zum Anderen waren wichtige Helfer im Urlaub.

Nun geht es noch einmal um das Dach. Dass dieses schon seit längerer Zeit dicht ist, das haben wir ja schonmal an anderer Stelle erwähnt. Fertig gebaut war das Dach damit aber noch lange nicht.

Schnee Ende April!

Schnee Ende April!

Auf die erste Lage Dichtmaterial (Teerbahnen) wurden zunächst mit dem Kran vorgefertigte Versteifungsgitter gelegt. Die sollen dem Dach zusätzliche Festigkeit und Verwindugssteifheit geben. Im nächsten Schritt wurde in alle Zwischenräume Dämmmaterial eingebracht. Dies war eine richtige Puzzlearbeit, da die Dämmplatten individuell zugeschnitten werden mussten. Auch hat das Wetter im April nicht immer ganz so toll mitgespielt. Das ging sogar soweit, dass der Blick auf das Dach zunächst bereits verlegte Dämmplatten vermutete. Das weiße Material in den Zwischenräumen entpuppte sich aber bei näherem Hinsehen (für den Laien) schnell als Wasser in einem bestimmten Aggregatszustand, den man in anderen Jahreszeiten auch “Schnee” nennt.

Dachbleche lagern auf der Trag- und Konterlattung.

Dachbleche lagern auf der Trag- und Konterlattung.

Nachdem aber nun die Dämmung vollständig aufgebracht war, wurde eine sogenannte Unterspannbahn aufgelegt. Diese dient ebenfalls als Dichtfläche und als Dampfsperre. Auf diese Bahn wurde dann die Trag- und Konterlattung aufgebracht. Ein weiteres “Holzgitternetz”. Diese Traglattung wurde von oben mit sehr langen Schrauben ganz durch nach unten in die Sparren geschraubt und befestigt. Da dabei immer wieder mal Schrauben neben den Sparren ins Freie traten, wurde ein Aufpasser abgestellt, der den Vorgang in einer recht bequemen Position beobachtet und sofort Laut gab, wenn eine Schraube sichtbar wurde. Dann hieß es “Schraube raus und erneut reindrehen”.

Wichtiger Beobachtungsposten beim Verschrauben der Lattung. Es darf keine Schraube unten sichtbar sein!

Wichtiger Beobachtungsposten beim Verschrauben der Lattung. Es darf keine Schraube unten sichtbar sein!

Auf diese Lattung kommt nun das eigentliche Dach, das zunächst in Form von unterschiedlichen Blechbahnen auf das Dach gelegt und dort provisorisch befestigt wurden (damit nichts wegfliegt oder runterrutscht).

Da die Bleche alle in der Länge bereits vorkonfektioniert waren, hing an jedem Blechstapel ein Zettel mit der genauen Inhaltsangabe, welche Blechlänge sich in welchem Stapel versteckt. Da waren durchaus Längen von 10,36m oder 9,78 m dabei. Weil die Stapel in sich aber nicht so sortiert waren, wie die Bleche letztlich montiert wurden, mussten immer wieder Stapel umgebaut werden (ohne sie zu vermischen), weil mal wieder ein Blech benötigt wurde, das nicht zuoberst auf lag.

Der größte Teil ist "verblecht". Über die Mitte läuft dann später ein "Firstblech" diagonal nach hinten unten.

Der größte Teil ist “verblecht”. Über die Mitte läuft dann später ein “Firstblech” diagonal nach hinten unten.

Mittlerweile ist aber ein Großteil des Daches fertig “verblecht”. Der Rest dauert noch eine Weile, da zuvor die Statik des Dachfensters für den Lichtschacht berechnet und geprüft werden muss.

Ausblick

Der nächste größere Abschnitt steht aber schon buchstäblich vor der Tür: Fenster für den Saal wurden bereits geliefert. jetzt geht es ans Einbauen, sodass der Saal dann auch an den Seiten “dicht” wird und eine geschlossene Hülle entsteht. Sind fenster und Türen drin, wird die Außendämmung und der Außenputz aufgebracht und dann gehts an den Innenausbau…

  • vorgefertigte Versteifungsgitter werden auf das Dach gehoben und befestigt.