Die Treppe war ein harter Gegner

20160109_123813_smallAm 7. Januar stand ein ziemlich harter Job auf dem Zeitplan: das Entfernen der vorhandenen Haupttreppe in den oberen Bereich des Hauses. Ein hoch motiviertes Team machte sich mit hartem Gerät an die Arbeit. Die Befüllung drum herum war gut zu entfernen, aber die Betontreppe erwies sich als fieser Gegner. Mit stoischer Hartnäckigkeit trotze sie allen Zermürbungsversuchen und ließ sich nur äußerst widerspenstig den ein oder anderen Brocken abringen.

Die Kämpfer kämpften hart, die Maschinen pressten unermüdlich und mit folterähnlichem Gekreisch. Am Ende waren ca 6 Tonnen Bauschutt und Betonreste zusammengekommen, aber es war klar, dieser Kampf muss fortgesetzt werden.

20160115_173904382_iOS_smallIm Laufe der Woche ging es der Treppe in listiger Absicht zu Leibe, in dem mit großem Betonschneider versucht wurde, ihre Widerspenstigkeit zu brechen. Millimeter für Millimeter schob sich die Säge mit wildem Geschrei und permanenter Wasserkühlung durch das harte Gestein. Um die Staubbelastung im restlichen gebäude zu verringern, wurde ein Plastikschutzvorhang nach oben hin angebracht.

Der nächste Samstag sollte dann zeigen, ob die Sollbruchstellen eine Wirkung entfalten würden.

20160116_155353_smallAm 14. Januar war es soweit. Erholt und mit noch größerem Mut stürzten sich 4 Stemmhammer mit angebundenen Jungs auf die Treppe. Unermüdlich, mit lediglich kurzer Wechselpause an den Maschinen, wurde gearbeitet. Die Unermüdlichkeit zeigte Wirkung. Nach und nach konnten kleinere und größere Betontrümmer entfernt werden, un am Ende des Tages, mit zitternden Händen und schmerzenden Rücken, aber mit einem Siegerlächeln im Gesicht, konnte festgestellt werden: Die Treppe ist restlos weg.

Seither dient eine provisorische, extra angefertigte, stabile Bautreppe für den ungehinderten Zugang in die obere Etage, um den Wandbauern und Elektrikern den Zutritt zu erleichtern.